Erhobenen Hauptes

DFB-Pokal: FF USV Jena - FC Bayern München 0:3 (0:1)

Erhobenen Hauptes

Der FF USV Jena hat sein DFB-Pokalspiel gegen den FC Bayern München verloren. Beim 0:3 (0:1) gab es für die Thüringerinnen dennoch keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen, denn die Leistung gegen den deutschen Vizemeister konnte sich durchaus sehen lassen. Der große Favorit aus München hatte sichtlich Mühe, Lücken in den diszipliniert verteidigenden Reihen des FF USV zu finden.

Zwar erarbeiteten sich die Gäste bereits in der dritten Minute die erste Torchance – nach einer Ecke landete der darauffolgende Kopfball auf dem Lattenkreuz – doch mehr ließ Jena in den ersten fünfzehn Minuten nicht zu. Die zweite Chance führte dann aber direkt zum Tor: Die niederländische Nationalspielerin Jill Roord ließ die Verteidigung von der rechten Sechzehnerkante aussteigen und vollendete sehenswert ins lange Eck (15.).

Der FF USV blieb davon unbeeindruckt und konzentrierte sich weiter auf sein Spiel. Chancen des Pokalfinalisten des Vorjahres hielten sich weiter in Grenzen. Kam doch einmal ein Ball gefährlich auf das Jenaer Tor, erwies sich Sarah Hornschuch als sicherer Rückhalt. Der Strafraum der Heimmannschaft wurde belagert, nur zweimal schaffte es Jena im ersten Durchgang in den Strafraum der Bayern – beide Male hatte Münchens Defensive die richtige Antwort parat – doch wirklich gefährlich wurde es um das Jenaer Tor lange Zeit nicht.

Mit 0:1 ging es so in die Pause. Auch FF-USV-Cheftrainer Steffen Beck findet lobende Worte für den Auftritt seiner Spielerinnen am heutigen Sonntag. „Wir sind mit unserer Leistung heute sehr zufrieden, gerade im Defensivverhalten. Das war das Ziel, darauf haben wir die Woche hingearbeitet. Es ging darum, uns in der Defensive Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben zu holen, das haben wir geschafft.“

Auch in der zweiten Halbzeit gab sich der tapfer verteidigende FF USV keine Blöße. Zwar hatte der Favorit das Spiel weiterhin im Griff und suchte nach Möglichkeiten, den Spielstand in die Höhe zu schrauben, die eng stehende Jenaer Mannschaft bot den Gästen jedoch kaum Lücken. So brauchte es einen Standard, um doch mit dem 0:2 für die Sicherung der Gästeführung zu sorgen. Nach einer Ecke war es Gina Lewandowski, die auf Bodenhöhe mit einem Kopfball vollendete (53.). Auch hiernach brach die Jenaer Disziplin nicht zusammen, sodass der zwar zweifelsohne verdiente Sieg des Erstligisten Bayern München bei Weitem nicht so hoch ausfiel, wie vorher von Manchem erwartet. Jovana Damnjanović stellte mit ihrem Treffer zum 0:3 den Endstand her (77.).

Jena verabschiedet sich also erhobenen Hauptes aus dem DFB-Pokal 2018/19. „Die Mädels haben das sehr gut gemacht. Wir haben heute alles reingehauen, was wir hatten.“, so Steffen Beck. „Kämpferisch kann man der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Dennoch auch ein Sonderlob heute an Sarah Hornschuch und Sandra Müller, die heute eine mehr als ordentliche Leistung gehabt haben. Nun freuen wir uns auf die Trainingswoche, um dann in Frankfurt endlich etwas mitzunehmen.“

In der kommenden Woche tritt der FF USV Jena bei der Zweitvertretung des 1. FFC Frankfurt zum nächsten Punktspiel der 2. Frauen-Bundesliga in der Mainmetropole an.

 

Mehr Fotos von unserem Pokalauftritt finden Sie in unserem Facebook-Album zum Spiel.

 

FF USV Jena U21 erreicht nächste Runde im Thüringen-Pokal

Zeitgleich konnte die U21 des FF USV ihr heutiges Spiel in der Hauptrunde des Thüringer Landespokals gegen den 1. FFC Saalfeld gewinnen. Ein Treffer durch Sonja Merazguia in der ersten Spielminute sowie zwei Tore von Anna Krafczyk sicherten der Elf von Trainer Christian Kucharz einen 3:0-Auswärtserfolg.

 

FF USV Jena: Hornschuch – Utes, Müller, Schmidt (66. Juckel), Kreil (57. Knipp), Heuschkel, Seiler, Graser (70. Julević), Weiß, Tellenbröker, Kremlitschka

FC Bayern München: Weimar – Lewandowski, Demann, Beerensteyn (46. Islacker), Leupolz (66. Škorvánková), Damnjanović, Roord, Lohmann, Magull (46. Däbritz), Wenninger, Laudehr

Tore: 0:1 Roord (15.), 0:2 Lewandowski (53.), 0:3 Damnjanović (72.)

Zuschauer: 252

Gelbe Karten: Heuschkel, Juckel / Škorvánková

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß (Quedlinburg)

 

Foto: Jürgen Scheere (Scheere Photos) / FF USV Jena

 

 

 
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