Jenaer U14 erreicht starken fünften Platz beim Girls Snow Cup

Zwei U15-Hallenfußball-Feiertage am Wochenende in Lübbecke – Elf aus dem Paradies sichert sich eine Einzelauszeichnung.

Jenaer U14 erreicht starken fünften Platz beim Girls Snow Cup

Sechzehn der besten U15-Juniorinnen-Mannschaften aus ganz Deutschland versammelten sich am vergangenen Wochenende in der Merkur Arena in Lübbecke zur achten Auflage des Girls Snow Cup in der Halle. Gespielt wurde in vier Vorrunden-Viergruppen, die ersten Beiden jeder Staffel erspielten in zwei weiteren Viergruppen und anschließenden Platzierungsspielen die ersten acht Ränge, die Dritten und Vierten die Plätze neun bis sechzehn. Alle Partien wurden über die lange Dauer von fünfzehn Minuten ausgetragen.

In Gruppe A bekam es Jenas U14 mit dem SC 13 Bad Neuenahr, dem VfL Borussia Mönchengladbach und dem Vorjahressieger TSG 1899 Hoffenheim zu tun – entsprechend schwierig schätzte auch Jenas Trainerteam Robert Böttcher/Janne Mlinarsky die anstehenden Aufgaben ein: „Da wir mit unserer U14 antreten und somit wohl mit Abstand die jüngste Mannschaft des Turniers stellen, wissen wir, dass es nicht die leichteste Aufgabe sein wird, hier um die ersten Plätze mitzuspielen“, so Robert Böttcher nach der Gruppenauslosung, „gleichzeitig freuen wir uns aber riesig auf die Herausforderung und die Möglichkeit, uns mit den besten Teams zu messen!“

Zum Auftakt am Samstagvormittag wartete der Viertplatzierte des Jahres 2018, der SC 13 Bad Neuenahr, auf die Blau-Weißen. Jenas Mädels, vor dem Turnierbeginn natürlich angespannt, kamen gut in die Partie und gingen durch Lisa Pittroff mit 1:0 in Führung. Anschließend ließ man dem Gegner jedoch zu viele Räume und kassierte den verdienten Ausgleich. Jedoch konnten die Spielerinnen aus dem Paradies die Konzentration wieder hochfahren, die eigene Führung durch Maxi Schulze wiederherstellen, durch Melina Reuter ausbauen und diese anschließend souverän bis zum Abpfiff halten. 3:1 – ein guter Auftakt ins Turnier, der die eigene Aufgeregtheit nahm und den Grundstein für großartige Fußballspiele des FF USV lieferte.

Denn verstecken musste man sich am gesamten Wochenende gegen die teilweise bis zu zwei Jahre älteren Gegenspielerinnen keineswegs. Die TSG 1899 Hoffenheim, als Titelverteidiger angereist, war vor der zweiten Gruppenbegegnung klarer Favorit, im letzten Jahr musste Jena gegen die Kraichgauerinnen die einzige Turnierniederlage hinnehmen, diese dann aber deutlich mit 0:7.

Zurück ins Jahr 2019: die TSG ging sehr früh in Führung und konnte sich anschließend weitere Großchancen erspielen, Jenas Torhüterin Eve Boettcher reagiert aber, wie im gesamten Turnierverlauf, mehrfach glänzend. Von Minute zu Minute wurde Jenas Offensive stärker, blieb zunächst jedoch glücklos im Abschluss. Es sollte bis zur letzten Sekunde des Spiels dauern, bis sich erneut Lisa Pittroff stark im Zweikampf durchsetzte und zum verdienten Ausgleich einschob.

Für die letzte Vorrundenpartie war damit die Ausgangslage klar: gegen die Borussia aus Mönchengladbach reichte ein Punkt zum sicheren Einzug in eine der Bestplatziertengruppen, bei einer Niederlage wäre man jedoch ausgeschieden. Es entwickelte sich eine spannende Partie bis zum Schluss. Für Jena ergaben sich viele Torchancen, keine davon konnte jedoch verwandelt werden. Nach dem Abpfiff der torlosen Begegnung war die Erleichterung über das bisher Erreichte zu spüren, gespannt wartete man nun, wer die kommenden Gruppengegner sein würden.

Wieder hatte man es mit einer schweren Gruppe zu tun, denn es warteten der VfL Wolfsburg, der FSV Gütersloh 2009 und der Girls-Snow-Cup-Rekordsieger 1. FC Köln, der auch diesmal wieder den Pokal sichern sollte.

Erneut musste Jena dem Gegner die ersten Spielminuten überlassen. In der Defensive ergaben sich zu viele Lücken für die Grün-Weißen, doch auch eine gute Portion Glück verhinderten einen Rückstand. Stattdessen begann nun Jena sein Offensivspiel. Landete ein Sonntagsschuss von Angelina Dorn aus dem Halbfeld zunächst an der Latte, machte es Maxi Schulze wenig später besser und brachte ihre Mannschaft mit 1:0 in Front. Bitter: in der Folge dominierte Jena das Spielgeschehen, doch die Wölfinnen kamen noch zu zwei Torschüssen – beide waren drin. Auf der anderen Seite sollte noch einmal das Aluminium herhalten, zudem konnte ein Schuss von Eve Boettcher aus der eigenen Hälfte durch die Beine der Torhüterin noch von der Linie gekratzt werden.