Hamburger SV eine Nummer zu groß für Jenaer U17

B-Juniorinnen-Bundesliga: Hamburger SV – FF USV Jena 3:1 (1:1)

Hamburger SV eine Nummer zu groß für Jenaer U17

„Der Gegner war heute einfach besser als wir“, so beschreibt Jenas U17-Trainerin Anne Pochert treffend den Spielverlauf der B-Juniorinnen-Bundesliga-Partie des FF USV Jena beim Hamburger SV in der Paul-Hauenschild-Sportanlage in Norderstedt.


Dabei begannen die Thüringerinnen in der ersten Halbzeit zunächst engagiert. Vom Anstoß wurde gleich die erste Ecke erarbeitet, die zum ersten Schuss aufs Tor führte. Mehrfach konnten durch optimal in die Lücken der Hamburgerinnen gespielte Bälle eine Jenaerin allein auf das Tor  geschickt werden, doch Josefine Schlichting (3.) bzw. Melina Mehler (21.) scheiterten jeweils an der guten HSV-Keeperin Anneke Klaas.


Besser lief es in der 22. Minute: erneut kam Josefine Schlichting frei vorm Kasten zum Schuss, diesmal machte sie es besser und traf zur zu diesem Zeitpunkt nicht unverdienten 1:0-Führung für Jena. Der FF USV spielte über weite Teile der ersten Halbzeit zwar den besseren Fußball, energischer im Zweikampf und teilweise auch cleverer waren die Hausherrinnen. So hielt die Gästeführung nicht lange an: in der 29. Minute traf Mari Stier zum 1:1. Zu nachlässig war die Jenaer Hintermannschaft und ließ die Hamburgerin ungehindert durch den Strafraum dribbeln und anschließend zum Abschluss kommen.


Direkt im Anschluss ergab sich die Möglichkeit zur erneuten Führung, doch Luca Birkholz‘ Schuss verpasste das Tor nur knapp (30.). So ging es mit einer gerechten Punkteteilung in die Kabine.


Der zweite Durchgang gehörte dann den Hamburgerinnen. Erneut war es Mari Stier, die dem HSV einen Treffer bescherte (54.). Mit einem Schuss aus zwanzig Metern genau unter die Latte ließ sie Sina Wunderlich im FF-USV-Gehäuse keine Chance. In der Folge gelang es Jena nicht, das vorgelegte Tempo mitzugehen. Ein möglicher Wendepunkt, das Spiel noch einmal an sich zu reißen, ergab sich in Minute 60: Hannah Lehmann zog von rechts in den Strafraum und wurde gefoult, den fälligen Foulelfmeter setzte Kapitänin Denise Landmann zum Leidwesen der mitgereisten Jenaer Fans an die Latte.


Kurios: im direkten Gegenzug wurde den Hamburgerinnen ein Strafstoß zugesprochen. Auch dieser war nicht drin, Sina Wunderlich parierte gegen Antonia Fischer. Doch wenige Augenblicke später fiel dann die Entscheidung: einen toll gespielten Ball in die Schnittstelle der Jenaer Hintermannschaft verwandelte Larissa Michelle Mühlhaus zum 3:1-Endstand (69.).


Jena probierte noch einmal, die letzte Kräfte in die Offensive zu verlagern, jedoch ohne Erfolg. Beim Versuch, die Auswechslung einer Hamburgerin unsanft zu beschleunigen, holte sich Torhüterin Sina Wunderlich eine gelbe Karte ab, mehr sprang für den FF USV an diesem Samstag nicht heraus.

„Wenn wir die vier, fünf hochkarätigen Chancen in der ersten Halbzeit nutzen oder wenn der Elfmeter sitzt, dann kann das Spiel anders ausgehen. So machen wir halt nur ein Tor“, beginnt Anne Pochert die Analyse, „nach der Pause lässt Hamburg laufen und wir haben keine Lösungen mehr gefunden. Deshalb geht die Niederlage in Ordnung. Aufgrund der ersten Halbzeit bin ich nicht groß enttäuscht. Hintenheraus fehlt dann leider die Kraft und vielleicht auch die Erfahrung.“

Mit einer Niederlage im Gepäck kehrt die U17 des FF USV Jena aus der Hansestadt zurück. Das nächste Ligaspiel findet erst am 17. November statt, dann reist die Mannschaft von Anne Pochert und Christoph Schliewe zum Deutschen Meister nach Wolfsburg.

FF USV Jena: Sina Wunderlich, Luise Gäbler, Hannah Lehmann, Nicole Gaßmann (72. Natalie Schmidt), Luca Birkholz, Josefine Schlichting, Melina Mehler, Denise Landmann, Lara Krauße (72. Maria Moysidou), Annkathrin Büchner (54. Pia Huck), Svenja Paulsen

Tore: 0:1 Josefine Schlichting (24.), 1:1/2:1 Mari Stier (29./54.), 3:1 Larissa Michelle Mühlhaus (69.)

 

Fotos: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 
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