Südamerikanisches Flair beim FF USV Jena

Gastschülerin aus Kolumbien für drei Monate in der U15 aktiv.

Südamerikanisches Flair beim FF USV Jena

Für die letzten drei Monate der abgelaufenen Saison in der Kreisliga Jena-Saale-Orla wurde der Kader unserer U15 um eine weitere Spielerin verstärkt. Nicole Manser Casas aus der neunten Klasse der Deutschen Schule in Bogotá verweilte seit Ende April in Deutschland.

Über 9000 Kilometer Luftlinie und sieben Stunden Zeitverschiebung trennen die kolumbianische Hauptstadt mit ihren fast zehn Millionen Einwohnern und die temporäre Heimat, das beschauliche Dörfchen Pahren im Landkreis Greiz, deren knapp 300 Einwohner eine ganz andere Dimension darstellen. Um neben dem Schulbesuch am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Zeulenroda-Triebes am anderen Ende der Welt den Kulturschock in Grenzen zu halten, verbrachte Nicole die meisten Nachmittage zusammen mit ihrer Gastschwester im Jenaer Universitätssportzentrum beim Training der U15 des FF USV Jena.

Denn trotz aller Unterschiede zwischen beiden Kulturen – der Fußball bleibt immer gleich und er hat die Kraft, Menschen zu verbinden! Dafür sind auch keine Fremdsprachenkenntnisse notwendig, die Regeln in Bogotá, in Jena und überall sonst auf der Welt sind immer identisch. Mit der Sprache gab es sowieso keine Verständigungsprobleme: an der Deutschen Schule in Bogotá wird ein Großteil des Unterrichts auf Deutsch abgehalten, sodass Nicole sich nahezu perfekt mit ihren Mannschaftskameradinnen und ihrem Trainer Christoph Schliewe verständigen konnte.

Auch in der Heimat verbrachte sie die meiste Freizeit zusammen mit dem runden Leder am Fuß. Deswegen fiel die Integration auch sportlich nicht schwer: gleich im ersten der fünf Pflichtspiele erzielte sie gegen den SV Schott Jena einen sehenswerten Treffer zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung. Auch wenn es am Ende nur zu einem 2:2-Unentschieden reichte – ihre Qualitäten wurden sofort sichtbar: Nicole konnte durch gute Technik und Spielübersicht überzeugen und fand einige Male mit ihren Pässen geschickt die Lücken in der Schott-Hintermannschaft.

Zu weiteren Treffern sollte es in den folgenden Begegnungen nicht reichen, beleben konnte sie die Auftritte unserer U15 allemal.

Am kommenden Wochenende heißt es nun schon wieder Abschied nehmen, dann ist das kurze Abenteuer in Deutschland bereits wieder beendet. Natürlich überwiegt die Freude, die eigene Familie wiederzusehen, doch auch einige Tränen werden sich wohl nicht vermeiden lassen. Mit einer Menge Eindrücken aus Deutschland, vielen neu gewonnen Freunden, einem mit dem eigenen Namen beflockten Trikot der ersten Mannschaft des FF USV Jena und einem von den Mannschaftskameradinnen signierten Ball geht es zurück nach Bogotá.

Wir wünschen Nicole alles Gute für die Zukunft! Und wer weiß: vielleicht sieht man sich irgendwann einmal wieder in Jena!

¡Adiós!

 

Aire súdamericana en Jena

Estudiante de intercambio jugó en el equipo U15 de nuestro club tres meses.

En los últimos tres meses de la temporada pasada en la liga, el equipo de nuestro U15 fue la casa de una jugadora de Colombia. Nicole Manser Casas del Colegio Aleman de Bogotá vivió en Alemania desde finales de abril.

Mas de 9000 kilometros en línea recta y siete horas de diferencia horaria hay entre la capital de su país y la vivienda temporal en Alemania. En Bogotá viven aproximadamente diez milliones habitantes, pero solo 300 en el pueblo Pahren – una dimensión totalmente diferente.

Para reducir el choque cultural, Nicole y su hermana anfitriona alemana iban al entrenamiento de futból del FF USV Jena muchas veces en la semana.

Hay muchas diferencias entre las culturas, pero el futból siempre es el mismo y tiene la fuerza para conectar a la gente. No se necesita conocimientos en lenguas extranjeras – las reglas son idénticas.

Pero no había problemas de comunicación: Muchas clases en el Colegio Aleman de Bogotá son en Aleman y por eso Nicole se podía entender muy bien con sus compañeras y su entrenador Christoph Schliewe.

En Colombia tambien pasa mucho tiempo jugando al futból y no tenía problemas con integrarse al equipo: en su primer partido contra el club SV Schott Jena marcó su primer gol para Jena. El U15 no ganó, pero Nicole convenció al publico por su técnica y su orientación muy buena sobre el partido.

El próximo fin de semana ya tenemos que decirle adiós. La aventura en Alemania finalizará. Claro que está alegra de ver su familia otra vez, pero tambien le lloran los ojos: vuelve a Colombia con muchas impresiones de Alemania, nuevos amigos, una camisa del FF USV Jena con su nombre y un ballón con todas las firmas de las compañeras del equipo.

A Nicole le deseamos lo mejor para el futuro. Y quizas nos verémos en Jena otra vez.

Auf Wiedersehen!

 

 

Fotos: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 
 
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