FF USV Jena erreicht Platz acht bei Gütersloher Hallenmasters

Zu Gast bei der inoffiziellen deutschen U17-Hallenmeisterschaft in Ostwestfalen

FF USV Jena erreicht Platz acht bei Gütersloher Hallenmasters

Das gesteckte Ziel wurde erreicht: bei den 20. Gütersloher Hallenmasters am Wochenende zog Jenas U17 ins A-Turnier ein und sicherte sich den Rängen fünf und vier in den beiden Vorjahren nun den achten Platz in der Endabrechnung. "Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", so Jenas Trainerin Anne Pochert.

Bei der dreitägigen inoffiziellen deutschen B-Juniorinnen-Hallenmeisterschaft holte am Ende der Hamburger SV den Pokal.

Ein perfekter Start ins Turnier

Nach der offiziellen Eröffnungszeremonie am Freitagabend trat die Mannschaft von Trainerin Anne Pochert zum Auftakt gegen den VfL Wolfsburg an. Dass man sich gegen den amtierenden deutschen U17-Meister gut präsentieren kann, zeigte die Mannschaft bereits in der Liga, als man sich in Jena 3:3 trennte. Auch in Gütersloh gelang gegen die Wölfinnen ein Erfolg: Über die Spielzeit von zehn Minuten konnte man den Gegner dominieren, einzig die Chancenverwertung des FF USV hielt das Ergebnis spannend. Mit einem Doppelschlag eröffnete Melina Reuter die Jubelrufe des Jenaer Anhangs. Winterneuzugang Hannah Mesch sorgte mit einem Lupfer aus der Distanz und dem abschließenden 3:0 für einen perfekten Einstand im blau-weißen Trikot und einen erfolgreichen ersten Turniertag.

Sieg und Niederlage wechseln sich ab

Es sollte über die ersten beiden Turniertage eine seltsame Jenaer Serie werden, dass sich Sieg und Niederlage stets abwechselten. Dabei tauschte die Jenaer Mannschaft jeweils auch die beiden Torhüterinnen Eve Boettcher und Rosemarie Fehr. Da jedoch beide über das Wochenende voll überzeugten, tragen die Keeperinnen keine Schuld an diesem Umstand. "Wir haben vor dem Turnier nicht einmal in der Halle trainiert. Da haben uns in manchen Spielen ein paar taktische Voraussetzungen gefehlt", schätzt Jenas Trainerin ein. "Doch auch wenn wir verloren haben: Wille und Leidenschaft waren immer da."

Zum Auftakt des Samstages wartete der 1. FC Köln auf die Thüringerinnen. Die Partie startete chancenarm, das erste Highlight stellte ein gehaltener Strafstoß durch Rosemarie Fehr dar. Kurz darauf musste Jenas Schlussfrau jedoch zweimal hinter sich greifen. Die Blau-Weißen drängten auf den Anschlusstreffer, kassierten aber mit Abpiff noch das 0:3.

 

Als Gruppensieger ins A-Turnier


Mit einem abschließenden 3:0-Erfolg über den VfL Osnabrück qualifizierte sich Jena schließlich als Sieger vor dem VfL Wolfsburg fürs A-Turnier der jeweils Ersten und Zweiten jeder der fünf Vierergruppen. Nicht einmal zwanzig Sekunden waren gespielt, da führte der FF USV durch einen Treffer von Nissa Stötzer, Emily Reske erhöhte wenig später auf 2:0. Den Endstand besorgte erneut Melina Reuter.

Im A-Turnier setzt sich die Körperstärke durch


Zum Auftakt in die Fünfergruppe des A-Turnieres wartete mit Eintracht Frankfurt eine körperlich starke Mannschaft, die dem FF USV Jena einige Probleme bereitete. Nach einer längeren Spielpause im Vorfeld fehlte den Blau-Weißen die Kreativität, während sich die kräftigeren Frankfurterinnen mit zwei eigenen Treffern belohnen konnten. Der Anschluss zum 1:2 durch Hannah Mesch in der letzten Spielminute reichte nicht mehr für einen Punktgewinn.

Erfolg gegen den Gastgeber

Die Gastgeberinnen der Jubiläumsausgabe der Hallenmasters, der FSV Gütersloh 2009, traten selbst mit zwei Mannschaften am Turnier an. Beide wurden betreut vom ehemaligen Jenaer Bundesligatrainer Christian Franz-Pohlmann, der nach einer Auszeit im letzten Jahr wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte.
Gegen den FSV entwickelte sich eine spannende Partie, in der die Ostwestfalen in Führung gehen konnten. Nissa Stötzer erzielte den Jenaer Ausgleich, kurz darauf drehte Luise Gäbler das Spiel zugunsten der Jenaerinnen. Da beide Mannschaften eine Vielzahl von Torchancen herausspielten, hielt die Jenaer Führung zunächst etwas glücklich. In den Schlussaktionen des Spieles konnten Maxi Schulze und Melina Reuter das Ergebnis auf 4:1 für Jena in die Höhe schrauben.

Gladbach beendet Hoffnungen aufs Halbfinale

Hin und her ging es auch bei der nächsten Partie der Mannschaft von Anne Pochert. Gegen den späteren Turnierdritten Borussia Mönchengladbach waren es aber nur die Fohlen, die sich vor dem gegnerischen Tor belohnen konnten. Ein Doppelschlag in der Mitte der Partie sorgte für die Führung, kurz vor Abpfiff fiel das finale 3:0 für die Borussia.
Aufgrund der entstandenen Tabellenkonstellation stand damit bereits am Samstagabend fest, dass der FF USV Jena anders als im Vorjahr das Halbfinale nicht mehr erreichen konnte.

Kein eigener Treffer am Sonntag


Ein Unentschieden im finalen Gruppenspiel des A-Turnieres gegen den 1. FFC Frankfurt hätte zum Einzug ins Spiel um Platz fünf gereicht, doch musste man sich hier knapp mit 0:1 geschlagen geben. Nach dem frühen Rückstand erspielte man sich zahlreiche Torabschlüsse, verzweifelte aber ein ums andere Mal an der Frankfurter Torhüterin und am Aluminium.

 

Wiedersehen mit Wolfsburg


Somit kam es im abschließenden Spiel um Rang sieben zum erneuten Aufeinandertreffen mit dem VfL Wolfsburg. Ähnlich wie am Freitagabend war man dabei dem VfL mindestens ebenbürtig. Die einzige Torchance der Grün-Weißen, die zum Gegentreffer führte, erzeugte man selbst. Ein verunglückter Befreiungsschlag im eigenen Straftraum prallte aus kurzer Distanz an einer Gegenspielerin ab und landete von dort aus hinter der Torlinie. Somit beendete der FF USV Jena das Turnier auf dem achten Rang.

 

Turnier als Start in die Vorbereitung


"Wir haben im Vorfeld der Hallenmasters nicht einmal trainiert, sondern das Wochenende selbst als Trainingseinheit genutzt", so Pochert. In dieser Woche startet Jenas U17 in die Vorbereitung auf die Rückrunde in der B-Juniorinnen-Bundesliga, die am 29. Februar mit dem Auswärtsspiel bei der SpVg Aurich fortgesetzt wird.
"Wir haben als Team ein schönes Wochenende verbracht. Unser Neuzugang Hannah Mesch hat sich sehr gut in die Mannschaft integriert und ist eine sehr gute Verstärkung für uns im Offensivbereich.
Einen großen Dank möchte ich auch den Eltern aussprechen, die uns über das gesamte Wochenende nicht nur auf der Tribüne, sondern auch mit der Verpflegung hervorragend versorgt haben."

Hamburger SV beendet Leverkusener Sieges-Abo


Zum Sieger der 20. Gütersloher Hallenmasters krönte sich der Hamburger SV. Schon im Eröffungsspiel am Freitag zeigten die Hanseatinnen mit einem deutlichen 5:0 über den 1. FFC Turbine Potsdam ihre Titelambitionen. Im Finale besiegte man den Sieger der Jahre 2018 und 2019, Bayer 04 Leverkusen, mit 6:5 nach Neunmeterschießen (2:2 nach der regulären Spielzeit). Einen großen Anteil am Titelgewinn hatte unter anderem Torhüterin Anneke Klaas, die bei der anschließenden Siegerehrung als beste Torhüterin des Turnieres ausgezeichnet wurde.

Kämpferherzen schlagen sich tapfer


Jenas im letzten Jahr neugewonnene Freunde des Talentförderzentrums Kämpferherzen im nordrhein-westfälischen Warbeyen hatten als auf Papier niederklassigste Mannschaft ein schweres Programm. In der Vorrunde unterlag man dem 1. FFC Frankfurt mit 0:3, dem späteren Turniersieger aus Hamburg mit 0:4, mit dem gleichen Resultat dem 1. FFC Turbine Potsdam. Im anschließenden B-Turnier hießen die Gegner FC Basel (1:2), SC 13 Bad Neuenahr (0:5), VfL Osnabrück (0:2) und Hannover 96 (2:3).
Erstmals jubeln durfte der VfR Warbeyen im abschließenden Spiel um Platz neunzehn gegen die SpVg Aurich um die ehemalige Jenaerin Lara Krauße. Nach zehn Minuten stand es torlos, im Nuenmeterschießen setzte sich die Mannschaft von Trainer Sven Rickes mit 5:3 durch.
Trotz der großen Distanz zwischen Jena und Warbeyen konnten sich beide Mannschaften wie bereits im letzten Jahr auf gegenseitige Anfeuerungsrufe verlassen und die Freundschaft pflegen.

 

Ein großer Dank an den FSV Gütersloh


82 Partien auf dem Parkett, über dreihundert Spielerinnen, dazu mehrere hundert Zuschauer, die eine stimmungsvolle Atmosphäre des Gütersloher Sportzentrums Ost sorgten, bildeten einen würdigen Rahmen für die Güterslohrer Hallenmasters 2020. Wie schon in den Vorjahren zeigten die besten U17-Teams der Republik mit den Stars von morgen hochklassigen Fußball und kürten mit dem Hamburger Sportverein einen würdigen Sieger.
Der FF USV Jena bedankt sich bei den Organisatoren und Sponsoren des Turnieres für ein fantastisches Wochenende!

 

Statistik:

Folgende Spielerinnen traten für den FF USV Jena an: Eve Boettcher (Torwart), Rosemarie Fehr (Torwart), Melina Reuter (4 Tore), Nissa Stötzer (2 Tore), Hannah Mesch (2 Tore), Emily Reske (1 Tor), Maxi Schulze (1 Tor), Luise Gäbler (1 Tor), Annkathrin Büchner, Josephine Florenz, Saphira Höne, Nicole Gaßmann, Hannah Lehmann, Angelina Dorn


Die Ergebnisse in der Übersicht:
Gruppenrunde - Gruppe E (Platz 1, 2 Siege, 1 Niederlage, 6:3 Tore):
3:0 vs. VfL Wolfsburg (Tore: 2x Reuter, Mesch)
0:3 vs. 1. FC Köln
3:0 vs. VfL Osnabrück (Tore: Stötzer, Reske, Reuter)
A-Turnier - Gruppe 1 (Platz 4, 1 Sieg, 3 Niederlagen, 5:7 Tore):
1:2 vs. Eintracht Frankfurt (Tor: Mesch)
4:1 vs. FSV Gütersloh Rot (Tore: Stötzer, Gäbler, Schulze, Reuter)
0:3 vs. Borussia Mönchengladbach
0:1 vs. 1. FFC Frankfurt
Spiel um Platz sieben:
0:1 vs. VfL Wolfsburg

Alle Platzierungen:
1. Hamburger SV, 2. Bayer 04 Leverkusen, 3. Borussia Mönchengladbach, 4. Eintracht Frankfurt, 5. 1. FFC Frankfurt/1. FC Saarbrücken, 7. VfL Wolfsburg, 8. FF USV Jena, 9. FSV Gütersloh Rot, 10. SGS Essen, 11. FSV Gütersloh Weiß, 12. Osnabrücker SC, 13. 1. FC Köln, 14. SC 13 Bad Neuenahr, 15. 1. FFC Turbine Potsdam, 16. FC Basel, 17. Hannover 96, 18. TSV Bemerode, 19. VfR Warbeyen, 20. SpVg Aurich

 

Fotos: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 

 

 

 
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