Zweiter Platz für Jena bei der U15-Meisterschaft des NOFV

Blau-weiße U14 beim zweitägigen Turnier in Brehna erfolgreich.

Zweiter Platz für Jena bei der U15-Meisterschaft des NOFV

Mit einem starken zweiten Platz kehrt die U14 des FF USV Jena von der U15-Meisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes in Brehna zurück. Mit dem 1. FFC Turbine Potsdam, RB Leipzig, dem Magdeburger FFC, dem 1. FC Union Berlin, dem 1. FC Neubrandenburg und den Spielerinnen der ParadiesAkademie nahmen die C-Juniorinnen-Landesmeister der sechs Landesverbände des NOFV am zweitägigen Turnier teil.

Der Spielplan meinte es nicht gut mit dem FF USV Jena am ersten Turniertag, musste man alle drei Auftritte mit Gegenwind bestreiten und hatte als einzige Mannschaft bei hohen Temperaturen jeweils nur eine Partie Pause. Das erste Spiel bestritt man gegen die sächsischen Vertreter von RB Leipzig, bei denen die Ex-Jenaer Bundesligaspielerin Marie-Luise Herrmann zum Trainerteam gehörte. Jena, zusammengewürfelt aus Spielerinnen der Jahrgänge 2004 bis 2007, musste sich in der neuen Formation zunächst einmal zurechtfinden. Die ersten Minuten gehörten den Leipzigerinnen, die den FF USV in die eigene Hälfte drängten, vor dem Tor aber bis auf einen Lattentreffer keine nennenswerten Chancen besaßen. Die Blau-Weißen konnten sich nur selten befreien und für Entlastung sorgen, auch in den Zweikämpfen war Leipzig robuster. Mit zunehmender Spieldauer neutralisierten sich beide Teams, am Ende trennte man sich torlos.

Im darauffolgenden Spiel gegen den Magdeburger FFC, den sachsen-anhaltinischen Landesmeister, konnte die Elf von Robert Böttcher und Janne Mlinarsky zum ersten Mal jubeln. Von Beginn an trat man konzentriert auf, die auf der linken Seite freigespielte Melina Reuter flankte ins Zentrum, wo Luise Gäbler einschussbereit stand – 1:0. Marta Schmidt traf nur wenig später per Distanzschuss die Latte, doch auf den zweiten Jenaer Treffer mussten die Zuschauer nicht lange warten. Manja Kindervater war es, die die Lücke in der Defensive fand, erneut traf Luise Gäbler ins gegnerische Gehäuse, nachdem sie sich im Zweikampf gegen ihre Gegenspielerin behauptete. Danach flachte die Partie etwas ab, wobei Jena aber die Oberhand behielt und Torhüterin Felina Rodigast einen weitestgehend ruhigen Einsatz verlebte. Kurz vor Schluss war die FF-USV-Defensive unachtsam: aus dem Zentrum freistehend traf eine Magdeburger Stürmerin zum 2:1-Anschluss, doch zittern mussten die Mädels von der Saale nicht mehr, denn wenig später erfolgte der Abpfiff.

Im abschließenden Spiel des Samstages gegen den 1. FFC Turbine Potsdam merkte man den Jenaerinnen die sehr kurzen Spielpausen an. Gepaart mit den hohen Temperaturen fehlten gegen den späteren Turniersieger Konzentration und Kraft. Torhüterin Eve Boettcher konnte auf der Linie zunächst stark parieren, beim Nachschuss war sie machtlos - 0:1. Nur ein paar Minuten später sorgte ein Abstimmungsfehler in der Defensive für das 0:2. Auch wenn die späteren Turniersieger sogar auf 0:4 erhöhten, Jena gab sich nicht auf und kämpfte bis zum Abpfiff.

Der Sonntagvormittag begann mit dem Spiel gegen den 1. FC Union Berlin. Die Mannschaft aus der Bundeshauptstadt dominierte in den ersten Minuten das Spielgeschehen, doch aus dem nichts gingen die Mädels von der Saale in Führung: ein Freistoß aus dem Halbfeld wurde von Angelina Dorn getreten, die Kugel senkte sich über die Berliner Torhüterin hinweg zum 1:0 über die Linie. Anschließend boten sich für die Blau-Weißen viele Torgelegenheiten. Gleich dreimal hatte Kim Wriske das 2:0 auf dem Fuß, doch mehrfach konnte die Union-Schlussfrau stark parieren. Bis auf eine Aktion, als die Berlinerinnen frei vor dem Jena-Tor auftauchten, wegen Abseitsstellung aber zurückgepfiffen wurden, hatte Jenas U14 nun mehr vom Spiel. Hinten stand man souverän, nach vorn spielte man mutig. Ein Pass in die Tiefe fand auf der linken Seite Melina Reuter, die mit ihrer Schnelligkeit in den Strafraum einzog und zum 2:0-Endstand ins lange Eck verwandelte.

Durch das 2:2-Unetschieden zwischen dem Magdeburger FFC und RB Leipzig stand schon vor der letzten Jenaer Partie fest: ein Unentschieden würde für den zweiten Platz im Turnier hinter Potsdam reichen. Doch gegen den 1. FC Neubrandenburg ließ Jena zum Abschluss überhaupt keine Zweifel aufkommen, dass man auch diese Partie siegreich bestreiten wollte. Ein ums andere Mal rollte die Angriffswelle in Richtung Neubrandenburg-Tor, doch nur einmal überquerte der Ball auch die Linie. Melina Reuter setzte sich auf der linken Außenbahn durch, ihr Schuss wurde von der Torhüterin zunächst abgewehrt, doch Lauré Frießleben stand goldrichtig und staubte zum 1:0 ab. Man merkte den Jenaerinnen nun an, dass sie sich in der neuen Formation immer besser gefunden hatten, denn zum Abschluss des Turnieres funktionierten die Laufwege und Abstimmungen immer besser.

Der FF USV Jena darf sich über einen starken zweiten Platz freuen. Man kassierte im Turnierverlauf nur eine Niederlage gegen den späteren Turniersieger, in den anderen fünf Partien nur ein Gegentor – ein verdienter zweiter Rang. Hervorzuheben ist auch, dass man trotz einiger Akteurinnen mit B-Juniorinnen-Bundesliga-Erfahrung zu den jüngsten Mannschaften des Turniers gehörte.

Für Jenas U14 steht mit Abschluss der NOFV-Meisterschaft nun die wohlverdiente Sommerpause an.

 

FF USV Jena: Eve Boettcher, Felina Rodigast, Rahel Dieckmann, Hannah Lehmann, Angelina Dorn (1 Tor), Nicole Gaßmann, Annkathrin Büchner, Luise Gäbler (2 Tore), Melina Reuter (1 Tor), Vivienne Thomas, Manja Kindervater, Marta Schmidt, Kim Wriske, Lauré Frießleben (1 Tor), Johanna Menge

 

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

0:0 gegen RB Leipzig

2:1 gegen den Magdeburger FFC

0:4 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam

2:0 gegen den 1. FC Union Berlin

1:0 gegen den 1. FC Neubrandenburg 04

 

Abschlusstabelle:

  1. 1. FFC Turbine Potsdam – 14:2 Tore – 13 Punkte
  2. FF USV Jena – 5:5 Tore – 10 Punkte
  3. Magdeburger FFC – 6:10 Tore – 7 Punkte
  4. RB Leipzig – 5:5 Tore – 6 Punkte
  5. 1. FC Neubrandenburg 04 – 2:6 Tore – 3 Punkte
  6. 1. FC Union Berlin – 2:6 Tore – 2 Punkte

 

Fotos: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 
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