U21 meistert Härtetest in der Bundeshauptstadt

Kucharz-/Klinger-Elf siegt mit 2:0 beim Steglitzer FC Stern 1900.

U21 meistert Härtetest in der Bundeshauptstadt

Nach dem ersten Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den SV Eintracht Leipzig-Süd wollte die U21 des FF USV Jena heute auch die ersten Auswärtspunkte einfahren. Die Aufgabe war dabei keine leichte, die Steglitzerinnen starteten mit zwei Siegen in die Saison und konnten zuletzt den FC Erzgebirge Aue klar mit 6:1 bezwingen. Das Team von Christian Kucharz und Jens Klinger war also gewarnt.

Die Berlinerinnen erwischten auch den besseren Beginn. Gleich in der dritten Minute musste FF-USV-Torhüterin Julia Gornowitz in allerhöchster Not eingreifen, als ein Ballverlust im Mittelfeld dazu führte, dass eine Stern-Stürmerin allein auf das Gästetor zulief. Die frühe Führung konnte, aus Jenaer Sicht, zum Glück verhindert werden.

Jena versuchte zunächst über die Außenbahnen in die Spitze zu kommen, die gut freigespielten Räume konnten jedoch durch fehlerhafte Zuspiele nicht immer genutzt werden. Erstmals gefährlich wurde es, als Anna Krafczyk von der rechten Seite zum Solo ansetzte, in den Strafraum zog, dabei vier Gegenspielerinnen umkurvte, ihren Schuss aber knapp über den Querbalken setzte. Dies sollte der Startschuss für die Jenaer Offensive sein, denn die Blau-Weißen kamen nun deutlich besser in die Partie. Ein Weitschuss von Sonja Merazguia sollte das Tor nur knapp verfehlen (24.), wie auch mehrere gute Flanken von Anna-Sophie Berk im Strafraum keinen Kopfballabnehmer fanden.

Doch auch die Heimmannschaft in Gelb-Blau war nicht ungefährlich: lange Bälle aus dem Halbfeld fanden einige Male einen Abnehmer, doch Julia Gornowitz im Tor konnte sich mehrfach auszeichnen und war heute zu jedem Zeitpunkt ein sicherer Rückhalt für die Paradies-Elf.

In der 37. Minute dann die verdiente Führung für den FF USV: Sonja Merazguia erhielt den Ball im Strafraum und schob ihn souverän durch die Beine der Berliner Keeperin zum 1:0 ein. Auch am 2:0 nur fünf Minuten später war sie maßgeblich beteiligt. Mit tollem Einsatz holte sie auf der linken Außenbahn einen Einwurf heraus. Anna-Sophie Berk führte diesen aus, ein Kopfball-Klärungsversuch der Steglitzerin Vanessa Lux landete jedoch unhaltbar im eigenen Tor.

Mit dem Zwischenstand von 2:0 für die Gäste verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Halbzeitpause. Die Führung in diesem von beiden Mannschaften laufintensiven Spiel ging in Ordnung, jedoch wäre auch für den SFC Stern ein Treffer verdient gewesen.

Nach der Pause ließ Jena sehr viel sicherer den Ball durch die eigenen Reihen laufen und die Gastgeberinnen somit kaum vor das eigene Gehäuse kommen. Eigene Torchancen ergaben sich zumeist nur durch Fernschüsse. Ab der 70. Minute sahen die Stern-Frauen die Zeit davonlaufen und legten noch einmal einen Gang nach vorn zu. Die Jenaer U21 stand jetzt jedoch besser, sodass sich kaum Gelegenheiten zum Abschluss für Berlin ergaben. Nur einmal musste Julia Gornowitz noch eingreifen: beim Klärungsversuch nach Herauslaufen stieß sie an der Strafraumkante unglücklich mit einer Gegenspielerin zusammen, beide konnten zum Glück jedoch sofort weiterspielen.

Kurz vor Ende hatte Anne-Wiebke Schmidt sogar die Chance, auf 3:0 zu erhöhen. Der Ball landete bereits im Tornetz, doch das an diesem Tag sehr gute Schiedsrichtergespann entschied zurecht auf Abseits.

Die Partie endete mit einem verdienten 2:0-Sieg für den FF USV Jena, die sich nun mit sechs Punkten aus drei Spielen in der oberen Tabellenregion der Regionalliga Nordost festsetzen.

In zwei Wochen, am 16. September, erwartet die U21 dann den FC Erzgebirge Aue zum nächsten Regionalliga-Heimspiel im Paradies. Der Anstoß erfolgt um 14 Uhr. Bereits am kommenden Sonntag um 14 Uhr fährt die Mannschaft jedoch zunächst zur ersten Hauptrunde im Thüringen-Pokal zum Verbandsligisten 1. FFC Saalfeld.

 

FF USV Jena U21: Julia Gornowitz, Anne Güther, Pia Große, Anna-Sophie Berk, Michelle Klinger, Sonja Merazguia, Patricia Zacher, Jo Anne Klinger, Anna Krafczyk, Maxi Lehnard, Anne-Wiebke Schmidt (90. Sina Wunderlich)

Tore: Sonja Merazguia (37.), Vanessa Lux (42., Eigentor)

 

 

Fotos: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 
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