U13 fährt nach großen Kampf den nächsten Sieg ein

Beim „Abschiedsspiel“ von Luise Gäbler bei ihrem alten Heimatverein – dem FSV Orlatal – mussten die Mädchen vom FF USV zum ersten Mal in dieser Saison an ihre körperlichen und vor allem mentalen Grenzen gehen.

U13 fährt nach großen Kampf den nächsten Sieg ein

Nach einem verhaltenen Beginn sorgte ein sehr langer Freistoß für die glückliche Führung der Hausherren. Der Ball setzte im Strafraum auf und flog dann über alle Köpfe hinweg oben in den Winkel des von Natalie Schmidt gehüteten Tores. Diese Schwäche bei langen Bällen, die das spielerische Mittel der Orlataler war, zogen sich durch die gesamte Partie. Mit Lara Krauße hatte der FSV auch eine Spielerin in den Reihen, die über die geforderte Schussstärke und körperliche Präsenz verfügte, mit der die Jenaerinnen lange Zeit nicht klarkamen.

Immer wieder scheiterten die Jenaer Offensivkräfte aussichtsreich an Lara oder dem Torhüter der Heimmannschaft. Nach Zuspiel von Luise Gäbler brach Michelle Smyla dann endlich den Bann, ehe sie nur drei Minuten später das Spiel zum 2:1 für den USV drehen konnte. Kurz darauf traf auch Luise Gäbler gegen ihre alten Kameraden zum 1:3. Weil man zahlreiche gute Chancen teilweise kläglich vergab und die gegnerische Lara Krauße ungehindert über den gesamten Platz spazieren und zum 2:3 verkürzen konnte, ließ man das Spiel weiter offen und die Orlataler an ihre Chance glauben. Auch als Michelle nach der Pause zum 2:4 traf, hätte man mit mehr Konsequenz und Abgeklärtheit für die endgültige Entscheidung sorgen können.

Doch jetzt drehte der FSV auf, brachte mehr Aggressivität und körperliche Härte ins Spiel und kam innerhalb von gut zehn Minuten zu drei Toren. Mit entscheidend war aber wieder das teilweise schwache Defensivverhalten der Mädchen aus Jena. Damit hatten die Orlataler das Ergebnis wieder zu ihren Gunsten gedreht und dem FF USV lief allmählich die Zeit davon. Die Mannschaft von der Orla hatte das Momentum jetzt klar auf ihrer Seite und die Gäste von der Saale wirkten geschlagen. Doch weit gefehlt! Angeführt von Anika Bräutigam, die mit ihrer Körperlichkeit Zeichen setzte und ihre Mannschaft anstachelte, stemmten sich die Paradieskickerinnen gegen die drohende Niederlage und bewiesen ein riesen Kämpferherz, Moral und Charakterstärke.

In den letzten drei Spielminuten konnten sie abermals das Ergebnis drehen und noch drei Tore zum Endstand von 5:7 erzielen. Zweimal wurde Jade Görlach (von Michelle Smyla und Pia Trillhof) mustergültig auf die Reise geschickt. Diesmal blieb sie eiskalt vor dem Tor und netzte erst zum Ausgleich und wenig später zur erneuten Führung ein. Noch in derselben Spielminute eroberte Kapitänin Annkathrin Büchner am eigenen Strafraum den Ball, leitete ihn weiter zu Michelle, startete in vollem Tempo durch, bekam den Ball wieder in den Lauf gelegt, ließ alle Gegenspieler hinter sich, lief allein auf den Torhüter zu, umkurvte diesen und traf zum vielumjubelten und alles entscheidenden Endstand, denn kurz danach war Schluss.

Damit ging ein absolut verrücktes und intensives Spiel zu Ende, an das sich alle Beteiligten noch lange erinnern dürften.

 

Tore: Michelle Smyla (16‘, 19‘, 37‘), Luise Gäbler (21‘), Jade Görlach (57‘, 60‘), Annkathrin Büchner (60‘)

Für den FF USV spielten: Natalie Schmidt, Rahel Dieckmann, Luise Gäbler, Pia Trillhof, Annkathrin Büchner, Michelle Smyla, Mariella Lott, Jade Görlach, Anika Bräutigam, Jeanette Kaßner

 

 
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