FF USV Jena III – Weimarer FFC 2:0 (1:0)

Stefanie Bloch mit Doppelpack

FF USV Jena III – Weimarer FFC 2:0 (1:0)

Das Spiel begann mit gut zehnminütiger Verspätung, da die Gäste aus Weimar noch nicht vollzählig waren und die Jenaerinnen fairerweise warteten, bis der FFC alle seine Spielerinnen an Bord hatte. Diese Fairness, vor allem dem jungen Schiedsrichtergespann (El-Hallag – Möller – Stefanov) gegenüber, haben die Gäste während und nach dem Spiel leider vermissen lassen. Wenn man sich in der gesamten Spielzeit nur eine echte Torchance kreiert, sollte man die Niederlage nicht zwingend am Schiedsrichter festmachen und indirekt Parteilichkeit „vorwerfen“.
Es wurde aber auch Fußball gespielt und das vornehmlich von den Kickerinnen im blauen Trikot. Trotz suboptimaler Platzverhältnisse warteten die USV-Frauen mit spielerischer Finesse auf. Jena begann druckvoll und hatte bereits nach vier Minuten durch Sabrina Jähler die erste ernsthafte Torchance. Es gab Phasen, in denen der Weimarer FFC in der eigenen Hälfte regelrecht eingeschnürt wurde. Um dem Dauerdruck nicht zu erliegen, hatten die Gäste zwei verschiedene Pillen auf ihrem Rezept stehen. Die Erste: kompromissloses Langholz - und die Zweite: Abseitsfalle. Im wahren Leben gibt es einen Beipackzettel, worin die Risiken und Nebenwirkungen aufgelistet sind. Die langen Bälle waren meist eine sichere Beute für die Jenaer Abwehrreihe, welche eine grundsolide Leistung zeigte. Im ganzen Spiel ließen sie die Weimarerinnen nur einmal gefährlich auf das Schüppel-Tor abschließen und das war zur Mitte der ersten Halbzeit. Mit der hochstehenden FFC-Defensive hatte die Dritte schon etwas mehr Mühe, um sich Torchancen zu erspielen. Nach und nach wurde aber auch hierfür das richtige Mittel gefunden. So kamen Stefanie Bloch zu einer Doppelchance (30.) und Annemarie Pohl (37.) frei zum Torschuss. Beide Male war noch die beste Weimarer Spielerin, Torfrau Alina Bothe, Siegerin.
In der 40. Minute kam dann doch das inzwischen verdiente und dennoch erlösende 1:0 für den FF USV III. Ob dem Treffer nun eine Abseitsposition vorausgegangen ist oder nicht, wäre ohne technische Hilfsmittel nicht zweifelsfrei zu entscheiden gewesen. Ausschlaggebend ist immer noch die Position bei der Ballabgabe und nicht die bei der Ballannahme. So war es eine Millimeterentscheidung zu Gunsten von Stefanie Bloch, welche zunächst die Abseitsfalle überlistete und danach die weit vor ihrem Tor stehende FFC-Keeperin überwinden und ihr Team somit in Führung schießen konnte.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild: Jena spielte und Weimar hielt mit Kampf dagegen. Über weite Strecken sah das gefällig aus, was die Dritte auf dem Rasen zeigte. Doch immer wieder hieß die Endstation Alina Bothe, die ihre Mannschaft im Spiel hielt. Mit ihren langen Bällen blieb Weimar stets gefährlich, denn auf dem unebenen Untergrund konnte schnell ein Fehler passieren. Die Jenaer Viererkette blieb hochkonzentriert und war somit der sicherer Grundstein für das USV-Spiel. Es sollte erneut eine gefühlte Ewigkeit dauern, ehe sich die Frauen aus dem Paradies für ihre Mühen belohnten. Nachdem Sabrina Jähler, Kristin Steinmaus und Jasmin Herbst mehrfach scheiterten, war es erneut Stefanie Bloch, welche mit dem 2:0 die Vorentscheidung herbei führte. Sabrina Jähler sah Kristin Steinmaus im Abseits stehen, reagierte und bediente die aus dem Rückraum kommende Stefanie Bloch mustergültig in den Lauf. Diese umspielte noch die Weimarer Torfrau und schob überlegt zum 2:0 (82.) ein. Da Kristin Steinmaus nicht eingriff und passiv blieb, gab es trotz erneuter Proteste der Gäste keinen Zweifel an der Korrektheit des Treffers.
Auch wenn der FF USV III spielerische überlegen war, so war es dennoch kein leichtes Spiel. Es war Geduld und Ruhe gefragt, welche sich dann auch durch den mehr als verdiente 2:0-Erfolg auszahlen sollte.

Aufstellung FF USV Jena III: Anja Schüppel, Janne Mlinarsky, Angela Flügel (59./Sarah Patz), Nicki Schmidt, Isabel Welke, Sabrina Jähler (89./Jana Griesbach), Annemarie Pohl, Stefanie Bloch, Mareike Otte, Sarah Köhler (46./Kristin Steinmaus), Anke Gabel (46./Jasmin Herbst)

 
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