Gegentorserie vor Halbzeit entscheidet Ostderby

FLYERALARM Frauen-Bundesliga: 1. FFC Turbine Potsdam – FF USV Jena 6:2 (5:2)

Gegentorserie vor Halbzeit entscheidet Ostderby

Das Ostderby der FLYERLARM Frauen-Bundesliga konnte der 1. FFC Turbine Potsdam mit 6:2 (5:2) klar für sich entscheiden. Damit wartet der FF USV Jena auch nach zwei Spieltagen weiter auf den ersten Punktgewinn und ziert das Tabellenende.

Im Vergleich zum Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim wechselte Jenas Trainer Chris Heck auf einigen Positionen: die ehemalige Turbine Inga Schuldt feierte im Tor ihr Bundesligadebüt, Urgestein Lisa Seiler kehrte nach Verletzung in die Startelf zurück, für die leicht angeschlagene Jalila Dalaf spielte Christin Meyer von Anfang an.

Die ersten Minuten gehörten der Heimmannschaft, die über das gesamte Spiel den höheren Ballbesitz vorweisen konnte, aber zunächst keine Lücke im Defensivverbund finden konnte. Der erste Torabschluss gelang Jena, nach Angriff über die rechte Seite kam Annika Graser im Zentrum frei zum Abschluss, ihr Versuch landete knapp über dem Querbalken (13.).

Im Gegenzug die Führung: über den linken Flügel kombinierte sich Potsdam in den Jenaer Strafraum, abschließend war es Lara Prašnikar, die ins lange Eck verwandelte (14.). Die Gäste mussten sich kurz schütteln und schalteten dann selbst in den Angriffsmodus. Annika Graser fand mit einem perfekten Ball die Lücke für Jitka Chlastáková, die sich souverän gegen ihre Gegenspielerin behaupten konnte und überlegt ins lange Eck abschloss (21.).

Damit nicht genug: nur wenig später hatte der FF USV die Partie sogar gedreht: nach einer Ecke von Vanessa Fudalla konnte Torhüterin Vanessa Fischer den Ball nicht zielstrebig genug klären, Maren Tellenbröker brachte ihn schließlich per Kopf über die Torlinie (31.) – 1:2.

„Wir haben es in der ersten halben Stunde ganz gut gemacht“, so Trainer Chris Heck im Anschluss an die Partie. „Potsdam hat uns sehr viel laufen lassen, aber wir haben gut dagegengehalten in den Zweikämpfen. Die individuellen Fehler kurz vor der Pause dürfen natürlich nicht passieren.“

Mit diesen Fehlern meint Heck jene, die innerhalb von acht Minuten das Ergebnis auf 5:2 drehten. Ein langer Ball von der linken Seite, bei der sich Jenas Defensive verschätze, führte zum Ausgleich durch Prašnikar (36.), nach Ecke fielen die Gegentreffer durch Nina Ehegötz und Viktoria Schwalm (39. und 44.), per sehenswertem Distanzschuss traf Ehegötz zwischendurch unhaltbar für Inga Schuldt im Jenaer Kasten (40.).

Mit dem 5:2 gingen beide Teams in die Kabine. „Im Verhalten gegen den Ball haben wir das dann nicht mehr gut gemacht“, resümierte Heck. Viel zu einfach konnten sich die Turbinen, auch nach der Pause, durch Jenas Defensive kombinieren und trafen dabei auf zu wenig Gegenwehr.

Zwischenzeitlich zeigte Jena nach der Pause gute Ansätze, um zumindest noch ein drittes Tor zu erzielen, die größte Gelegenheit ergab sich hier nach Chlastáková-Flanke von rechts (66.). Doch die Hausherrinnen hätten ihrerseits deutlich mehr Treffer nachlegen können. Einige Male konnte Torhüterin Schuldt in höchster Not vereiteln, beim letzten Treffer des Tages, dem 6:2 durch Viktoria Schwalm, war sie jedoch machtlos (62.).

„Am Ende ist der Sieg auch in der Höhe verdient“, so das Jenaer Trainerfazit, „wir sind noch weit weg von dem, was wir auf den Platz bringen müssen, um in der Bundesliga zu bestehen. In den nächsten Spielen müssen wir uns deutlich steigern.“ Ein Lob fand Heck erneut für die Neuzugänge: „auch wenn nicht jede Aktion geklappt hat, aber Vanessa Fudalla, Jitka Chlastáková oder Karla Görlitz beispielsweise haben alles auf dem Platz gegeben. Nur müssen wir auf Dauer zu elft 100 Prozent geben, um den Klassenerhalt zu schaffen.“

Für Jena steht aufgrund der Länderspielpause zunächst eine freie Woche an, die nur mit dem Thüringer Fairplay-Pokalspiel beim SV Germania Ilmenau gefüllt wird (31. August, 14 Uhr). Anschließend wartet Zweitligaaufsteiger SG Andernach im DFB-Pokal (7. September), dann geht es zum 1. FFC Frankfurt (15. September), bevor Mitaufsteiger 1. FC Köln im Ernst-Abbe-Sportfeld gastiert (22. September).

 

Erstes Fanclubduell zwischen Jena und Potsdam geht an die Thüringerin

Bereits im Vorfeld der FLYERALARM Frauen-Bundesliga-Partie kam es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen den Powerfrauen im Paradies und dem Fanclub Turbinefans. Die Thüringer konnten dieses freundschaftliche Duell zwischen den eng verbundenen Fanclubs in zweimal fünfzehn Minuten auf Kleinfeld mit 6:1 auf einem Nebenfeld des Karl-Liebknecht-Stadions für sich entscheiden.

Eine Fortsetzung dieser gelebten Fanfreundschaft wird angestrebt.

 

U21 kehrt mit Sieg aus Leipzig zurück

Ihr erstes Auswärtsspiel in der Regionalliga konnte Jenas U21 siegreich bestreiten. Beim SV Eintracht Leipzig-Süd siegte die Elf von Christian Kucharz und Jens Klinger mit 3:1 (2:1). Josefine Schlichting brachte die Gäste bereits in der fünften Minute in Führung, die Ex-Jenaer Nachwuchsspielerin Lea Scharfenberg glich jedoch wenig später aus (11.). Erneut Schlichting war kurz vor der Pause die erneute Führung verdankt (39.), bevor sie nach der Pause ihren Dreierpack perfekt machte (57.).

Für den blau-weißen Nachwuchs geht es am kommenden Sonntag mit dem Thüringer Duell beim Aufsteiger 1. FFV Erfurt weiter. Gespielt wird am Sportforum Johannesplatz der Landeshauptstadt, der Anstoß erfolgt um 14 Uhr.

 

1. FFC Turbine Potsdam: Fischer, Elsig, Gasper, Mesjasz, Graf (65. Dieckmann), Schwalm, Chmielinski (74. Höbinger), Ehegötz (74. Schmidt), Prašnikar, Kiwic, Zadrazil

FF USV Jena: Schuldt, Fudalla, Julević, Kreil (46. Dalaf), Arnold, Seiler (46. Görlitz), Graser, Meyer (71. Adam), Chlastáková, Weiß, Tellenbröker

Tore: 1:0 Prašnikar (14.), 1:1 Chlastáková (21.), 1:2 Tellenbröker (31.), 2:2 Prašnikar (36.), 3:2 Ehegötz (39.), 4:2 Ehegötz (40.), 5:2 Schwalm (44.), 6:2 Schwalm (61.)

Gelbe Karten: keine

Zuschauer: 1332

Schiedsrichterin: Mirka Derlin (Bad Schwartau)

 

Foto: Hannes Seifert / FF USV Jena

 

 
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