Unglückliche Niederlage für Jenas B-Juniorinnen

Juniorinnen-Bundesliga: FF USV Jena U17 - 1.FFC Turbine Potsdam U17 0:2 (0:0)

Unglückliche Niederlage für Jenas B-Juniorinnen

Eine unglückliche Niederlage musste die U17 des FF USV Jena am vergangenen Samstag im heimischen Universitätssportzentrum hinnehmen. Die Mannschaft von Cheftrainerin Anne Pochert empfing die B-Juniorinnen des 1.FFC Turbine Potsdam zum kleinen Ostderby im Paradies.

 

Das herbstliche Wetter sollte einer anspruchsvollen Begegnung in der Juniorinnen-Bundesliga keinen Abbruch tun. Vom Anpfiff weg war spürbar, dass sich die Thüringerinnen vor heimischen Publikum einiges vorgenommen hatten. So mussten die Tabellenführerinnen aus Potsdam bereits in den ersten zwei Minuten eine Druckphase überstehen. Nachdem drei Torschüsse von der Brandenburger Defensive zur Ecke abgewehrt werden konnten, verfehlte Juniorinnen-Nationalspielerin Nelly Juckel beim vierten Versuch das Tor nur denkbar knapp. Von den ersten Vorstößen der jungen Jenaerinnen wachgerüttelt, kam nun auch Turbine besser in das Spiel und es entwickelte sich ein packendes Duell auf Augenhöhe, bei dem sich beide Mannschaften zwar hin und wieder Möglichkeiten erarbeiteten, jedoch vom Gegner meist daran gehindert wurden, wirklich gefährliche Torschüsse zu fabrizieren. Weite Teile der Partie spielten sich im ersten Durchgang so im Mittelfeld ab.

 

Die beste Möglichkeit aus Sicht des FF USV sollte Johanna Biermann unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff erhalten. Nachdem sie sich auf der linken Außenbahn durchgesetzt hatte, gelang es ihr in eine aussichtsreiche Schussposition zu gelangen, ihr Abschluss aus etwa fünfzehn Metern ging jedoch knapp über die Latte. Lediglich Zentimeter fehlten somit zu einer Jenaer Halbzeitführung. Mit einem in der Summe gerechten 0:0 ging es somit in die Kabine.

 

Auch in der zweiten Halbzeit wurde den rund fünfzig Zuschauern, die Nässe und Kälte nicht scheuten, ein ausgeglichenes Spiel zwischen dem Fünften der Staffel Nord/Nordost und dem Tabellenführer geboten.

 

Den Knackpunkt in der Partie sollte letztlich eine Standardsituation bringen. Nachdem eine Jenaerin aus kurzer Distanz angeschossen wurde, entschied Schiedsrichterin Franziska Brückner auf absichtliches Handspiel. Sie hatte eine unnatürliche Handhaltung gesehen. Der Freistoß von Corinna Statz sollte in Mieke Schiemann eine dankbare Abnehmerin finden. Potsdams Nummer 9 stieg beim Kopfball am höchsten und schaffte es, Sina Wunderlich im FF-USV-Tor zu überwinden.

 

Die Thüringerinnen zeigten sich nun bemüht, einen nicht unverdienten Punkt doch noch zu erkämpfen. Folglich investierten die Pochert-Schützlinge jetzt mehr in die Offensive, wodurch sich Räume für Konter der Torbienen ergaben. Potsdam, mit der Führung im Rücken, agierte nun aus einer stabilen Defensive. So sollte es letztlich auch eine vereitelte Torchance der Jenaerinnen sein, die das Spiel endgültig zu Gunsten des Liga-Primus entschied. Nachdem der Ball im Vorwärtsgang verloren wurde, ging es hinten schnell. Die zur Halbzeit eingewechselte Sophie Weidauer startete durch und erkannte eine Lücke in der letzten Abwehrreihe. Im Eins-gegen-Eins aus zentraler Position bewies die Angreiferin einen kühlen Kopf und verwandelte sicher im rechten unteren Eck.

 

Die B-Juniorinnen des FF USV Jena verpassen es also, dem Tabellenführer Punkte abzunehmen. Nach dem Spiel, welches bereits die Rückrunde eröffnete, steht das Team aus dem Paradies weiterhin auf Platz 5. Am kommenden Samstag reist der FF USV nun zum Tabellenvorletzten Blau-Weiß Hohen Neuendorf, bevor man zum abschließenden Spiel im Jahr 2017 im Universitätssportzentrum am 10.12. auf Tabellennachbar SV Meppen trifft.

 

Foto: Andreas Huck