Stina Johannes wechselt nach Essen

U17-Europameisterin verlässt den FF USV Jena.

Stina Johannes wechselt nach Essen

Noch vor dem Ligaendspurt, welcher am Sonntag mit der Partie gegen den SC Sand beginnt, muss der FF USV Jena den ersten Abgang vermelden. Wie am Mittwochnachmittag bekannt wurde, wechselt U19-Nationaltorhüterin Stina Johannes in der Sommerpause zu Ligakonkurrent SGS Essen. Die Siebzehnjährige kam 2016 aus Hannover zu den B-Juniorinnen des FF USV. Am 3. September 2017, dem ersten Spieltag der laufenden Saison, kam Johannes zu ihrem Debüt im Allianz Frauen-Bundesligateam der Jenaerinnen, als sie in der 39. Minute der Partie 1. FFC Turbine Potsdam – FF USV Jena für die verletzungsbedingt ausgewechselte Justien Odeurs eingewechselt wurde. Stina Johannes überzeugte trotz der Spontanität des Debüts mit Unaufgeregtheit und gutem Stellungsspiel. Insgesamt absolvierte sie zwei Partien für die erste Mannschaft und kam in der laufenden Saison darüber hinaus in elf Spielen der U21 in der 2. Frauen-Bundesliga zum Einsatz.

Stina Johannes durchlief die Nachwuchsnationalmannschaften des DFB von der U15 bis zur U17 und steht aktuell im Aufgebot der deutschen U19-Nationalmannschaft. Ihren bislang größten Erfolg feierte sie vor einem Jahr, als sie mit der U17-Nationalmannschaft in der Tschechischen Republik Europameisterin wurde. Johannes avancierte dabei sowohl im Halbfinale gegen Norwegen, als auch im Endspiel gegen Spanien zum entscheidenden Faktor. Nicht nur im Spiel erwies sie sich als sicherer Rückhalt, auch in den beiden Elfmeterschießen konnte Stina Johannes überzeugen. Insbesondere die Halbfinalpartie, in welcher Deutschland nach Rückstand im Elfmeterschießen dank drei gehaltener Elfmeter durch Johannes doch noch der Finaleinzug gelang, bleibt in Erinnerung.

In der kommenden Saison wird Stina nun das Trikot der SGS Essen tragen. Die Mannschaft aus dem Ruhrpott gewinnt somit ein großes Nachwuchstalent für die eigenen Reihen. Jena verliert eine Spielerin, die sowohl sportlich als auch menschlich den Kader bereicherte. Das sieht auch Jenas Trainerin Katja Greulich so: "Ich wünsche Stina für diese neue Herausforderung alles Gute! Stina ist eine sehr ehrgeizige Spielerin, die der Bundesliga gut tut. Daher sage ich natürlich mit einem weinenden Auge - auf Wiedersehen!"

Der FF USV Jena bedankt sich bei Stina Johannes für die erbrachten Leistungen und wünscht viel Erfolg auf dem weiteren Weg.