Weitere deutliche Niederlage für Jena

Allianz Frauen-Bundesliga: SC Freiburg - FF USV Jena 5:0 (2:0)

Weitere deutliche Niederlage für Jena

Am zehnten Spieltag der Allianz Frauen-Bundesliga reiste der Frauenfußball USV Jena ins Breisgau zum SC Freiburg. Im Möslestadion bekamen es die Blau-Weißen dabei nicht nur mit einem anspruchsvollen Gegner, sondern auch mit schwierigen Platzverhältnissen zu tun. Bei Temperaturen um die 0°C präsentierte sich der Platz an diesem zweiten Adventssonntag zunächst weiß verschneit. Als jedoch aus Flocken im Laufe des Spiels wieder Tropfen wurden, weichte auch das Geläuf zunehmend auf. Nachdem beide Mannschaften so in der Anfangsphase kaum Geschwindigkeit in das Spiel bringen konnten, nahm das Tempo zumindest auf Seiten der Freiburgerinnen im Laufe der ersten Halbzeit zu.

Über die Nationalspielerinnen Hasret Kayikçi, Giulia Gwinn und Lena Petermann entwickelten sich erste Chancen, welche der Favorit allerdings vorerst nicht nutzen konnte. So brauchte es letztlich die Mithilfe der Jenaer Hintermannschaft, um die Weichen für einen Heimsieg zu stellen. Nach einem hohen Ball in die Spitze war es Kayikçi, die plötzlich frei vor dem Tor von Justien Odeurs auftauchte. Jenas Nachwuchsnationalspielerin Maren Tellenbröker konnte sie nur mit einem Foul stoppen. Folgerichtig zeigte Schiedsrichterin Hanna Schlemmer auf den Punkt. Ausgerechnet Ex-Jenaerin Carolin Schiewe trat zum Strafstoß an und schickte Jenas Torfrau in die falsche Ecke (38.).

Während der FF USV auch in der Folge kaum zu Torchancen kam – die wenigen Vorstöße in die gegnerische Hälfte blieben über das gesamte Spiel harmlos – zeigte sich der Sportclub weiter offensiv gefährlich. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff waren die Hausherrinnen dann auch noch ein weiteres Mal erfolgreich. Wieder sollte Carolin Schiewe die Torschützin sein. Ihr Kopfball landete zwar am Innenpfosten, von dort aus prallte er jedoch zum 2:0 ins Tor (45.+1).

Auch im zweiten Durchgang sollte die Partie vornehmlich in eine Richtung laufen. Der SC Freiburg konnte nach freiem Belieben kombinieren und zeigte sich mit dem Zwei-Tore-Vorsprung im Rücken noch nicht gesättigt. Weitere Torchancen waren die Folge. Nur zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff musste Odeurs dann auch erneut hinter sich greifen. Lena Petermann, die bereits in der ersten Halbzeit zu guten Möglichkeiten kam, belohnte sich nun selbst. Quasi als Kopie des 2:0 traf ihr Kopfball den Innenpfosten und von dort das Tor. Wieder war Jenas Nummer 1 chancenlos (56.).

Weitere zehn Minuten später konnte sich dann auch DFB-Stürmerin Kayikçi in die Torschützenliste eintragen. Mit einem akrobatischen Abschluss ins rechte untere Eck erhöhte sie auf 4:0 (66.).

Die eingewechselte Tiffany Cameron kam wenig zu später einer der wenigen Torchancen der Thüringerinnen. Ihr Schussversuch von der Strafraumgrenze stellte Laura Benkarth jedoch nicht vor Probleme (70.).

Stattdessen sollten die Südbadenerinnen sogar noch einen weiteren Treffer landen können. Sandra Starke, welche in der neunundsechzigsten Minute eingewechselt wurde, bewies ihre Jokerqualitäten und setzte mit ihrem Tor zum 5:0 den Schlusspunkt (86.).

Der FF USV Jena muss also eine weitere deutliche Niederlage hinnehmen. Seit 766 Spielminuten wartet der Bundesligist aus dem Saaletal darüber hinaus nun schon auf einen eigenen Treffer. Der Rückstand auf den rettenden zehnten Tabellenplatz beträgt weiterhin fünf Punkte.

 

Richtungsweisende Spiele vor der Winterpause

 

Für den FF USV beginnt nun die richtungsweisende letzte Woche vor der Winterpause. Bevor am kommenden Sonntag um 13 Uhr der Tabellenletzte MSV Duisburg zum letzten Punktspiel vor Weihnachten im Ernst-Abbe-Sportfeld zu Gast sein wird, kämpfen die Greulich-Schützlinge am Mittwoch um 14 Uhr im Nachholspiel in Saarbrücken um den Einzug in das DFB-Pokal-Viertelfinale.

 

SC Freiburg: Benkarth – Fellhauer, Gwinn, Kayikçi (69. Starke), Puntigam, Lahr (46. Minge), Bühl, Petermann, Hegenauer, Simon (74. Knaak), Schiewe

FF USV Jena: Odeurs – Bott, Woeller, Utes, Pietrangelo (78. Seiler), Sedláčková, Heinze, King (69. Cameron), Graf (59. Rudelić), Herrmann, Tellenbröker

Tore: 1:0 Schiewe (38./FE), 2:0 Schiewe (45.+1), 3:0 Petermann (56.), 4:0 Kayikçi (66.), 5:0 Starke (86.)

Gelbe Karten: - / Tellenbröker

Schiedsrichterin: Hanna Schlemmer (Nußbach)

Zuschauerzahl: 520