Zweites Heimspiel im Paradies

Allianz Frauen-Bundesliga: FF USV Jena empfängt den 1.FFC Frankfurt.

Zweites Heimspiel im Paradies

Im zweiten Heimspiel der Saison erwartet den FF USV Jena die anspruchsvolle Partie gegen den 1.FFC Frankfurt. Am kommenden Sonntag kommt es somit zum Duell zweier reiner Frauenfußballvereine und damit einem Klassiker der Allianz Frauen-Bundesliga.


Mit dem Traditionsverein aus der Mainmetropole gastiert an diesem Wochenende ein Verein im Jenaer Paradies, der auf eine glorreiche Vergangenheit zurückschaut. Sieben deutsche Meisterschaften, neun Pokalsiege und vier Champions-League-Titel stehen dem 1. FFC Frankfurt zubuche.
Trotz dieser respektablen Trophäensammlung gilt am Sonntag im Ernst-Abbe-Sportfeld: Lediglich aufgrund des großen Namens des Gegners oder seiner Historie muss sich der FF USV Jena vor dem 1. FFC Frankfurt nicht verstecken. Die Liga ist insgesamt näher zusammengerückt, spannender geworden und somit trennt auch unseren FF USV nicht mehr so viel von Frankfurt, wie das in der Vergangenheit der Fall war. Gerade die Begegnungen in den letzten beiden Jahren waren meist eng. Trennte man sich in der vergangenen Spielzeit mit 0:1 und 1:2, bekam das Jenaer Publikum in der Saison zuvor sogar ein 4:5 zu sehen.


Dennoch: Unterm Strich setzten sich die nach wie vor favorisierten Frankfurterinnen meist gegen unseren FF USV durch. Noch nie konnte Jena gegen den 1.FFC gewinnen, obwohl man mehrfach am Erfolg kratzte. Auch in der laufenden Spielzeit trennen beide Teams nach drei Spielen bereits fünf Punkte in der Tabelle. Mit nur einem Punkt aus den bisherigen drei Spielen geraten die Gastgeberinnen zudem zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison vielleicht noch nicht ins Hintertreffen, der Druck wird jedoch allmählich höher.


Sicherlich, mit Potsdam und Wolfsburg hatte der FF USV nicht gerade die leichtesten Auswärtsaufgaben zum Saisonbeginn, wie auch Katja Greulich nach der Niederlage im AOK-Stadion am vergangenen Wochenende betonte. Demnach seien es nicht Mannschaften wie der VfL Wolfsburg, gegen die Jena unbedingt punkten müsse, viel mehr orientiere man sich an den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Nach dem Jena allerdings im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen bereits gegen einen davon, wertvolle Punkte hatte liegenlassen, wäre ein Erfolg gegen den 1. FFC Frankfurt natürlich Gold wert.


Jenas Cheftrainerin Katja Greulich ist sich der schwierigen Aufgabe bewusst: „Frankfurt ist gut in die Saison gestartet und konnte sich viel Selbstbewusstsein holen. Nach der ersten Heimniederlage am vergangenen Spieltag werden wir sie kampfstark in Jena erwarten. Frankfurt ist eine gut eingespielte Truppe, die vor allem in ihrer Offensivreihe mit Crnogorčević und Yokoyama für viel Tempo sorgen wird.
Wir werden uns darauf gut einstellen müssen, um unseren Zuschauern und Fans endlich zu Hause ein ordentliches Spiel zu präsentieren.“