FF USV Jena erhält Lizenz

DFB erteilt dem Jenaer Allianz Frauen-Bundesligisten die Zulassungsbescheide für Erste, Zweite und B-Juniorinnen-Bundesliga 2017/18.

FF USV Jena erhält Lizenz

Bereits Anfang Mai hatte der FF USV die vorläufige Lizenz für die kommende Spielzeit mit Auflagen erhalten, am Dienstagvormittag (13.06.2017) kam der endgültige Bescheid durch den DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball aus der Frankfurter Otto-Fleck-Schneise.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, dementsprechend ist die Freude groß“, sagte Präsidentin Prof. Dr. Heike Kraußlach und fuhr fort: „Vor allem auch deshalb, weil die B-Juniorinnen-Bundesliga davon abhängig und dieses Jahr die Zweite Bundesliga zum Zulassungsverfahren dazu gekommen ist.“

Neu waren dieses Jahr auch Veränderungen im technisch-organisatorischen Teil, neben dem wirtschaftlichen der zweite wichtige Bestandteil des Zulassungsverfahrens. Einer der Hauptgründe dabei: Der Fußball-Nachbar FC Carl Zeiss Jena, der in der Saison 2017/18 nach fünf Jahren wieder in der 3. Liga der Herren vertreten sein wird.

FF-USV-Geschäftsführer Jens Roß illustrierte dies an zwei Beispielen. Denn im Gegensatz zur viertklassigen Regionalliga hat in der DFB-Hierarchie die Dritte Vorrang vor der Allianz Frauen-Bundesliga. „Das betrifft dann in erster Linie die Spieltagansetzungen im Ernst-Abbe-Sportfeld. Der FCC wird auch viele Hochsicherheitsspiele haben – das haben wir im Frauenfußball glücklicherweise nicht. Wir müssen darauf aber gerade bei Doppelspieltagen in der Oberaue besondere Rücksicht nehmen um für unsere Heimspiele einen reibungslosen Vor- und Nachlauf zu gewährleisten.“

Ein anderes Beispiel betrifft das Thema Stadionausleuchtung. Wie in den Vorjahren hat der FF USV wieder die Meuselwitzer Bluechip-Arena als Ausweichspielstätte mit Flutlichtanlage benannt. „Die Zusammenarbeit mit den Kollegen beim ZFC Meuselwitz hat auch in dieser Lizenzierungsrunde wieder sehr gut funktioniert. Dafür bedanken wir uns bei dieser Gelegenheit noch einmal recht herzlich“, so Roß.

Darüber hinaus soll aber ab diesem Sommer den beiden Jenaer Vereinen eine mobile Anlage vor Ort zur Verfügung stehen, so wie es die Lizenzbedingungen für das Frauenfußball-Oberhaus und die dritte Männerfußball-Liga vorsehen. Ob es in der kommenden Erstliga- oder DFB-Pokal-Saison im Abbe-Sportfeld ein Abendspiel geben wird, steht freilich noch nicht fest. Erst vor gut einem Monat musste in der englischen Woche der FF USV zu Hause gegen den SC Freiburg werktags zur Mittagsstunde antreten; im Vorjahr bekanntermaßen ein ähnlicher Fall beim DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den späteren Finalteilnehmer SC Sand.

Geschäftsführer Roß nahm darauf Bezug und sagte: „Wir hoffen dank dieser neuen Infrastruktur-Rahmenbedingungen, dass wir unseren Fans zukünftig solche Top-Spiele auch zu besseren Anstoßzeiten bieten können. Das beruhigt uns selbstverständlich auch im gesamten organisatorischen Bereich und freut uns außerordentlich.“