ISF Schul-WM 2017

ISF Schul-Weltmeisterschaft 2017 in Prag / Tschechien

 

Hintere Reihe (von links nach rechts): Tina Kremlitschka, Melanie Müller, Lara Schmidt, Johanna Biermann, Annalena Rieke, Luise Domnick, Sandra Müller, Maren-Marie Tellenbröker                                                       

    

Mittlere Reihe (von links nach rechts): Steffen Beck (Trainer), Dr. Michael Zahn (Trainer), Sarah Marie Richter, Milena Reinhardt, Any Adam, Luca Maria Graf, Johannes Röschke (Physiotherapeut), Felix Kettner (Schiedsrichter)

           

Vordere Reihe (von links nach rechts): Lilly Roselt, Jo Anne Klinger, Victoria Jähnert, Stina Johannes, Franziska Trenz, Franziska Mai, Anna-Lena Riedel, Annika Graser

 

Foto: Peter Poser      

 

 

Jena repräsentiert die deutsche Nationalmannschaft

 

In den olympischen Disziplinen veranstaltet die ISF, der Internationale Schulsport-Verband, als Partner des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) Kontinental- und Weltmeisterschaften für Sportschulen und -internate weltweit. Nach der Schul-Europameisterschaft im Fußball im Sommer 2016, fand im Mai 2017 die Weltmeisterschaft in der tschechischen Hauptstadt Prag mit insgesamt 36 Jungen- und Mächenmannschaften statt; sie kamen aus Afrika, Asien, Europa, Ozeanien sowie Südamerika.

 

Die Jenaer Schülerinnen des Sportgymnasiums „Johann Chr. Fr. GutsMuths“, hatten zuvor als Thüringen-Meister beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia“ (der weltgrößte Schulsport-Wettbewerb überhaupt) erstmals die Goldmedaille ihrer Altersklasse geholt und sich damit für dieses Abenteuer Schul-WM qualifiziert: als beste deutsche Schul-Juniorinnen-Mannschaft liefen sie nun in Prag im deutschen Nationaltrikot auf.

 

Alle Spielerinnen der Auswahl waren aktuelle Schülerinnen der Jenaer Eliteschule des Fußballs und spielten oder spielen in der Allianz Frauen-Bundesliga-Elf, der U21-Mannschaft sowie bei den U17-Bundesliga-Juniorinnen der Blau-Weißen. Neun von ihnen kannten bei Turnierstart auch schon das Gefühl das Trikot mit dem Adler auf der Brust zu tragen aus den verschiedenen deutschen U-Nationalmannschaften. Und zwei im Jenaer Kader wussten auch schon, wie man in Tschechien einen Titel gewinnt: Stina Johannes und Maren-Marie Tellenbröker holten nämlich gerade einmal zwei Wochen vor Turnierstart gemeinsam mit der deutschen U17-Auswahl in Pilsen den Europameistertitel.

Verantwortlich an der Seitenlinie waren Dr. Michael Zahn (Leiter Mädchenfußball am Sportgymnasium und Co-Trainer der FF USV U17) sowie Steffen Beck (Co-Trainer der Allianz Frauen-Bundesliga-Mannschaft und beim FF USV Leiter des Nachwuchsleistungszentrums).

 

Bronze-Medaille steht am Ende

 

Nach einer Auftaktniederlage gegen Österreichs Juniorinnen und vier überzeugenden Siegen gegen China, Brasilien, Indien sowie Dänemark marschierte die Elf ins Viertelfinale. Dort schlugen die Jenaer Talente ihre Kontrahentinnen aus der Türkei klar mit 6:0 Toren – der anschließende Weg ins Finale wurde jedoch von Österreich, dem späteren Weltmeister –  durchkreuzt. Wie schon in der Hauptrunde behielten die Alpenländerinnen mit einem 1:0-Sieg die Oberhand. Im Spiel um Platz drei kam es abschließend zu einer weiteren Neuauflage eines Vorrunden-Duells, dieses Mal mit der zusätzlichen Dramatik des Penalty-Schießens: Beide Mannschaften scheiterten jeweils zweimal an der Torhüterin, nach fünf Schüssen stand es Unentschieden und die Spannung wurde im Eins-gegen-Eins auf die Spitze getrieben: die Jenaerin traf sicher, die Brasilianerin verschoss und damit war der 7:6-Erfolg nach Penalty und Bronze beim WM-Debüt der Jenaerinnen sicher.

 

„Wir haben im Turnierverlauf sehr gut zueinander gefunden, denn es galt Spielerinnen aus drei Teams zusammenzuführen (Erste Mannschaft, U21- und U17-Mannschaft des FF USV Jena, Anm. d. Red.). Dieser Zusammenhalt hat uns bis ins ‚kleine Finale‘ getragen, in dem wir noch einmal alles in die Waagschale werfen mussten“, resümierte Trainer Dr. Michael Zahn den Weg zur Bronze-Medaille nach dem Penalty-Krimi. „Dieser letzte gehaltene Ball, der Sieg und die grenzenlose Freude werden wir wohl alle ewig in uns tragen. Sollte der Weg mal wieder irgendwie nach Prag führen, so werden wir das alle mit einem tollen Gefühl verbinden können.“

 

Das zweite Edelmetall bescherte den Deutschen dann auch noch in Prag der Männer-Nachwuchs. Die Jungs von der Lausitzer Sportschule Cottbus, die als deutsche Nationalauswahl antraten, wurden hinter dem neuen ISF-Weltmeister Katar Vizeweltmeister und errangen somit Silber.

 

Die ISF-Schul-WM in Prag 2017 auf und neben dem grünen Rasen ein besonderes Erlebnis für die Jenaer Sportschülerinnen, wie Dr. Zahn beim Empfang in der Heimat zusammenfasste: „Diese Internationalität und die Verständigung der Teilnehmer untereinander war für mich besonders beeindruckend und zeigt deutlich, dass mit nötigem Respekt und Toleranz ein tolles Miteinander möglich ist. Und das ist für mich ein klares Zeichen.“

 

Die WM-Elf sagt danke!

 

Für ein erfolgreiches Abenteuer Schul-Weltmeisterschaft bedankt sich das Sportgymnasium „Johann Chr. Fr. GutsMuths“ in Kooperation mit dem FF USV Jena bei der großzügigen finanziellen und organisatorischen Unterstützung durch das Referat für Schulsport, Begabungsförderung und Schülerwettbewerbe des Thüringer Kultusministeriums für Bildung, Jugend und Sport, bei der Abteilung Schule des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für die umfangreiche Ausstattung der Spielerinnen und des Trainer- und Betreuerstabs sowie natürlich an alle langjährigen und vertrauensvollen Förderer unseres Jenaer Nachwuchs-Frauenfußballs.