Etwa drei bis vier Wochen sind seit den letzten Spielen der 1. und 2. Mannschaft des FF USV Jena vergangen. Jetzt wartete die erste Leistungsprüfung nach der Sommerpause im Uniklinikum auf Brosius, Gotte und Co.
Nach einer ersten Blutentnahme für den Laktattest, stiegen die Spielerinnen auf das Laufband, bei einer Geschwindigkeit von 6 Km/h. Alle drei Minuten nimmt die Geschwindigkeit um 2 km/h zu, bis die Spielerinnen ausbelastet sind und abgebrochen wird. „So nähern wir uns der individuellen anaeroben Schwelle, also dem Punkt bei dem der Organismus ähnlich viel Laktat ab- wie aufbaut“, so der Mediziner. Auf Basis dieser Werte kann dann, in Absprache mit dem jeweiligen Trainerteam, ein Trainingsplan erstellt werden. „Auch wenn es dazu unterschiedliche Ansichten gibt, so bin ich der Meinung, dass man diese Schwelle durch Training beeinflussen kann“, ergänzt Norman Best.
Durch gezieltes Training soll eine Ausgewogenheit zwischen Grundlagenausdauer und Laktathärte bei den Spielerinnen erreicht werden. Das heißt, dass sie „spät sauer werden“, dann möglichst lange die Milchsäurezunahme tolerieren und nach dem Ende der Belastung auch wieder zügig abbauen. Große Unterschiede zwischen der 1. und 2. Mannschaft haben sich kaum ergeben, auch wenn der betreuende Arzt zugibt, dass die Spielerinnen der 1. insgesamt etwas leistungsstärker sind. Das lässt sich eventuell unter anderem auf die Trainingshäufigkeit zurückführen.
Dennoch ist es nicht möglich die Leistungsstärke eines Fußballers zu ermitteln, sondern vielmehr jene Schwelle zu bestimmen. Richtet man das Training an diesem Wert aus, könne gezielter trainiert und Trainingsfehler und Überlastungen besser vermieden werden. Aus diesem Grund werden die im Uniklinikum absolvierten Ergometrie-Tests in regelmäßigen Abständen durchgeführt. So sind die Voraussetzungen für eine optimale Vorbereitungsphase gegeben.
Am 2. Juli geht es dann für Fußballerinnen um Trainer Daniel Kraus in die Saisonvorbereitung. Christian Kucharz startet mit seiner Mannschaft am gleichen Tag.
